ZMAJEVAC
Die Legende über die rothaarige Martha

Es lebte einmal, in einem kleinen Dorf in Baranya, eine Adlige namens Martha. Sie hatte lange rote Haare und war sehr schön aber auch sehr böse. Man nannte sie Rothaarige Martha (Hungarian: Vörös Márta).

Martha hat den Übergang über die Donau eine Goldmünze berechnet, und wenn ein Armer nicht die Goldmünze zu zahlen hatte, zwängte sie ihn ihren Weinberg tagelang zu bearbeiten um sie zu verdienen. Sie war dabei sehr grob, schlug die Menschen, auch ihre Leibeigenen bekamen ihre Peitsche zu spüren.

Die Nachricht über ihre Bosheit kam eines Tages auch nach Buda. Als der König Matthias Corvin, der als ein strenger aber fairer König der kein Unrecht duldet bekannt war, davon gehört hat, ist er sofort nach Baranya verreist um selbst zu sehen ob dies wahr ist oder nicht. Der König verkleidete sich als Bauer und ging zu Donaufähre. Als er eine Goldmünze für Transport zu zahlen sollte, sagte er dass er kein Geld bei sich hat, wird es aber bei der Rückkehr zurückzahlen. Als er erkannte dass er so nicht weiterkommt, sagte er dass er persönlich den König Matthias kennt, und dass der König für seinen Transport bezahlen wird sobald er die Nachricht von ihm bekommt. Martha hat nur gemein gelacht und ihn zu ihren Weinberg geschickt um die Goldmünze zu verdienen, da sie glaubte er sei ein Bettler. Der König versuchte noch einmal Martha zu überreden ihn auf die Fähre zu lassen und sagte ihr dass sie eine schreckliche Strafe erwartet wenn der König Matthias von ihrer Bosheit erfährt. Aber Martha blieb unerbittlich. Als der König anfing zu graben, hat er eine Münze vor sich auf die Erde fallen lassen, aber so dass niemand ihm dabei sah. Er rief Marta zu und sagte ihr er hätte eine Münze gefunden und könnte jetzt für die Fähre bezahlen. Aber Martha nahm ihm die Münze weg und sagte sie gehörte ihr weil er sie auf ihrem Land gefunden hat. Im Weinberg sah der König die Bedingungen unter denen die Bauern leben und arbeiten, und als er zurück nach Buda kam schrieb er Martha einen Brief.

Als Martha erfahren hat dass der König in ihrem Weinberg war, wusste sie dass sie eine schwere Strafe erwartet.

Sie zog ihr schönstes weißes Kleid an, spannte weiße Pferde in einem weißen Wagen ein und stürzte die Klippe runter in den Donau mit all ihren Goldmünzen um nie wieder gefunden zu werden.

Bis zum heutigen Tag, wenn die Sonne auf der Donau scheint, kann man den Glanz ihrer Goldmünzen sehen. Der Ort, wo die Donau ihren Körper ans Land warf nennt man seitdem Vörösmart (Ungarisch für Rothaarige Martha).

Auf der Donau Ufer wurde Marthas Schlagstock gefunden, mit dem sie ihre Leibeigenen geschlagen hat. Nach diesem Stock hat das nahe gelegene Dorf Batina (Kroatisch für Schlagstock) seinen Namen bekommen.

Die Legende besagt, dass die Einheimischen von Zmajevac und nahegelegenen Dörfer in den Jahren nach Marthas Tod am Sonnenuntergang eine rothaarige Frau über Zmajevac schweben sahen. Sie schien die Weinberge, die nach ihrem Tod plötzlich fruchtbar wurden, zu beaufsichtigen.