BELI MANASTIR 
Die Legende von St. Martin

Martin war der Sohn eines römischen Tribuns in Savaria, heutiges Szombathely in Ungarn. Er verbrachte seine Kindheit mit seinem Vater in einer Militärgarnison in Pavia. Gegen seinen Willen wurde er in die Kaiserliche Garde eingezogen. Mitten im Winter, fand er sich an der Tür der Stadt Amiens in Gallien wieder und traf dort einen armen Bettler, der ihn um Almosen gebeten hat. Ohne Geld bei sich zu haben, und sehend dass der Bettler friert, schnitt er die Hälfte seines militärischen Mantels ab und gab es dem Bettler zum anziehen. In der nächsten Nacht hatte er einen Traum in dem er den Herrn selbst sah, gekleidet in die Hälfte des Mantels, der ihm sagte: "Mit diesem Mantel hat mich Martin bekleidet."

Martin, als ein römischer Ritter hatte einen Sklaven als Bediener. Aber er hat ihn wie den eigenen Bruder behandelt, hat sogar seine Schuhe für ihn geputzt. Nach Abschluss des Militärdienstes wurde Martin als Exorzist geweiht. Danach kehrte er nach Hause nach Pannonien, wo er es geschafft hat seine Mutter zum Christentum zu gewinnen. Von dort ging er nach Mailand, wo ein geistigr Kampf gegen ketzerische Arianer geführt wurde. Er schließte sich diesem Kampf an und verteidigte das Glaube an die Gottheit Christi in seiner Gleichheit mit dem Vater. Aus diesem Grund wurde er aus Mailand verbannt und nahm Zuflucht in der Provinz Ligurien. Aber auch hier ist er nichtlange geblieben, sondern ging nach Poitiers, in Gallien, und es ergab sich dem kontemplativen Leben in einem Kloster. Er wurde als Bischof der Stadt Tours ausgewählt und 370. eingeweiht. Über ihn wurde gesagt er sei ein Soldat gegen seine Willen, beruflich ein Bischof und ein Mönch durch eigene Wahl gewesen." Er wurde von St. Gregor von Tours eingelöst, der ein Werk über ihn schrieb und ihm eine Basilika errichten und widmen ließ.

Als Bischof hat sich Martin der Evangelisierung unter den Galliern, Wohlfahrtsverbände, Beruhigung der Geister innerhalb der Kirche und den Widerstand gegen Einmischung von zivilen Behörden in rein kirchlichen Angelegenheiten angenommen. Er war immer nahe zu den Armen und Verfolgten. Er hatte Gegner in den Reihen des Klerus. Er ist ein Schutzheiliger  von Frankreich, Winzer, Weinzüchter, Soldaten, Kavallerie, geheilten Alkoholiker, Züchter der Pferde und Gänse, der Schweizer päpstlichen Garde, vieler Orte in Europa, darunter auch Beli Manastir in Kroatien. In der Schlacht von Köszeg unter den wenigen kroatisch-ungarischen Truppen geführten von Nikola Jurisic gegen zahlreiche türkische Armee, Frauen und Kinder haben zum St. Martin um Hilfe gebetet und bald sind die türkischen Soldaten geflohen als sie einen Reiter mit einem Flammenschwert sahen. Sein Gedenktag ist am 11. November, was gleichzeitig auch der Tag der Stadt Beli Manastir ist. Dieser Tag wird als St. Martin-Tag, in Übereinstimmung mit den Sitten und Traditionen gefeiert. Zu den Festlichkeiten gehört ein Festmahl  bei dem die gebackene Gans gegessen und junger  Wein getauft wird.